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Die Herbstgrasmilbe

Ende August 2008 und unsere Annie ist seit einigen Tagen total unruhig, juckt sich heftig und benagt ihre Pfoten und in den Garten möchte sie auch nicht mehr. Zwischen den Zehen sehen zwei Pfoten wie entzündet aus, wir denken es ist von dem ständigen Belecken und Benagen. Da uns die ganze Geschichte keine Ruhe lässt, stellen wir den Hund unserer Tierärztin vor und deren Diagnose lautet: Annie hat Herbstgrasmilben.

Die Herbstgrasmilbe Neotrombicula autumnalis, die aber auch unter den Namen Herbstmilbe, Erntemilbe, Heumilbe, Herbstlaus oder Pfirsichlaus bekannt istHier zwischen den Zehen saßen die Herbstgrasmilben, es ist noch etwas entzündet, aber die Milben sind weg!, sitzt im hohen Gras vorzugsweise auf Viehweiden, Hundewiesen oder überall da wo sich viele Tiere aufhalten aber auch im eigenen Garten und wird beim vorüberlaufen oder gehen vom Tier aber auch Mensch aufgenommen. Die Larve stößt ihre Haken durch die Haut und der in die Wunde gedrückte Speichel löst die oberste Zellschicht auf. Die dabei entstehende Füssigkeit wird aufgesaugt. Erneute Speichelabgaben vertiefen die Wunde. Der abgegebene Speichel enthält Stoffe die fürchterlich jucken. Manche Tiere leiden sehr unter den Grasmilben. Dabei kratzen und lecken sie sich an den betroffenen Stellen derart, daß großflächige blutige und krustige Veränderungen auftreten können, so schlimm ist es bei Annie zum Glück nicht!

Im Volksmund heißt die dadurch enstandene Krankheit Erntebeiß, Augustpocken oder Augustbolzen. Es sind aber Larven, Wirbeltierparasiten, die die Haut anbohren und saugen.

Als sogenannte Saugmilben nehmen sie hierbei mit ihrem langen Saugrüssel Lymphe von dem Wirtstier auf. Nach dem Vollsaugen fällt die Larve ab und verkriecht sich im Erdboden, wo sie sich weiterentwickelt, zum Glück vermehrt sie sich nicht in der Wohnung. Der starke Juckreiz hält auch nach dem Biß und dem Abfallen der Parasiten noch einige Zeit an, cirka eine Woche, so daß die geschädigte und gereizte Haut für bakterielle Sekundärinfektionen anfällig wird. Einzelne Ekzeme oder sogar eine Hautentzündung können die Folge sein.

Wieso leiden nur manche Tiere darunter? Unsere Tierärztin erklärt das ganz simpel, es schlafen zwei Menschen in einem Raum mit einer Stechmücke und nur der eine wacht am nächsten Morgen furchtbar zerstochen auf, genauso verhält es sich bei der Grasmilbe, manche Tiere ziehen sie mehr an und andere gar nicht. Aha, so ist das, jetzt verstehen wir warum die restlichen Aussies grasmilbenfrei sind.

Schätzungsweise jeder dritte Hund bringt diese lästigen Plagegeister vom Spaziergang in Wald und Wiese mit nach Hause. Die kleinen, orangeroten Milben mit bloßem Auge sichtbar sitzen vor allem an den Beinen, Pfoten besonders zwischen den Zehen, Bauch, Schenkelinnenseiten, Lefzen, Nasenrücken und Ohren, überall da wo wenig Fell ist. Annie hat sogar zwei kleine Stellen auf dem Rücken. Nachdem uns die Tierärztin darauf aufmerksam gemacht hat sehen wir sie auch ohne Brille!

Die Milbenlarve im Einzelnen erkennt man mit einem kleinen Trick. Die Parasiten werden von weißen Flächen angezogen. Am besten man legt neben dem Schlafplatz des Tieres weißes Papier aus. Auf diesem Untergrund kann man Einzeltiere identifizieren.

Was kann man dagegen tun?

Nicht sehr viel, aber man sollte Wiesen mit Herbstgrasmilben meiden. Im eigenen Garten den Rasen oft schneiden, da die Milben auf der Grasspitze sitzen. Den Rasenschnitt sollte man nicht im Garten liegen lassen.

Nach dem Spaziergang oder einem Aufenthalt im Garten die Pfoten des Hundes mit einfacher Kernseife gut abwaschen und eine kühlende und juckreizhemmende Salbe auftragen, Annie bekam von der Tierärztin Sorulan Suspension von der Firma Janssen verordnet, welches wir auf die betroffenen Stellen auftragen.

Auch das Einreiben mit Repellentien, die mit ihren Duftstoffen Mücken und andere Insekten vertreiben, soll die Milbenlarven fern halten. Das Einnehmen von Vitamin-B-Komplex-Tabletten über die gefährdete Zeit hinweg soll ebenfalls die Milbenlarven vertreiben, da diese den Körpergeruch dann nicht mehr mögen. Also keine Panik, wenn der Hund sich in der Zeit zwischen August und November nach dem Spaziergang heftig juckt, fragt bitte euren Tierarzt, es könnten die Herbstgrasmilben sein.

 

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