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Senior Hund

Unsere Hunde werden genau wie wir und alle Lebewesen älter und damit auch gebrechlicher. Unsere liebe Ginger mit 13 JahrenEines Tages wird uns schmerzlich bewusst, unser Hund wird alt, vielleicht fallen uns zuerst nur die grauen Haare um die Schnauze auf, oder der Spaziergang dauert doppelt solange wie früher. Unser Hund reagiert gar nicht mehr auf den Fiffi von nebenan, wenn dieser tobend am Zaun steht.

Alles Zeichen des älterwerdens, was an sich eine natürlicher Abschnitt im Leben unserer Haustiere ist. Nun liegt es an uns, zu beobachten und einzuschätzen was unser Senior braucht, wir können einiges tun, um im ein langes lebenswertes Leben zu ermöglichen. Besonders der alte Hund ist auf die Liebe und das Verständnis seiner Menschen angewiesen, danken wir ihm für all die schönen Jahre mit der nötigen Geduld. Wir sollten uns folgende Fragen stellen!

Muss ich die Fütterung umstellen? Es gibt heutzutage viele Futtermittelhersteller die Spezialfutter für den Senior anbieten, damit kann man das Dickwerden vermeiden und den Tagesbedarf an Vitaminen und wertvollen Spurenelementen decken!

Wie ändern sich die Sinne? Das Älterwerden unserer Haustiere vollzieht sich nach den gleichen Prinzipien wie das des Menschen: Die Leistungen der Sinnesorgane lassen nach. In der gewohnten Umgebung kann der Hund auch mit stark eingeschränkter Sehfähigkeit noch erstaunlich gut zurecht kommen. Erst, wenn Möbel nicht an ihrem gewohnten Platz stehen, fällt uns auf, daß der Hund dagegen läuft! Beim Ballspielen läuft er oft in die falsche Richtung oder findet den Ball erst nach längerem Suchen. Viele Hunde haben plötzlich Angst im dunklen, dies kann ein Hinweis auf das nachlassende Sehvermögen sein. Auch das Gehör lässt mit der Zeit nach. Oft hört der alte Hund zwar noch, jedoch nur noch Geräusche bestimmter Lautstärke und Tonhöhe. Hier ist es angebracht, den Hund zu seiner eigenen Sicherheit beim abendlichen Spaziergang an der Strasse anzuleinen.

Bitte den alten Hund nicht erschrecken! Beachten Sie, daß Tiere, die nicht mehr gut sehen und/oder hören auf unbemerkte Annäherung – auch von ihnen bekannten Menschen! – erschrocken reagieren und unter Umständen nach ihnen schnappen könnten! Dies ist ein Schutzreflex. Sie sollten ihren Hund nicht dafür bestrafen, sondern die Familienmitglieder darauf aufmerksam machen, daß es sich um ein älteres Tier handelt mit dem behutsam umgegangen werden sollte.

Bei vielen altersbedingten Wehwehchen kann der Tierarzt helfen, man sollte daher von Zeit zu Zeit eine Routineuntersuchung bei seinem älteren Hund durchführen lassen. Wenn man weiß, wie fit der Hunde Senior tatsächlich noch ist und in welcher Form sich seine kleinen Schwächen bemerkbar machen, kann man ihm das Leben erheblich erleichtern. Bei älteren Hunden zählen vor allem Beschwerden, die Folge von altersbedingten Durchblutungsstörungen sind, zu den häufigsten Gesundheitsproblemen.

Mangelnde Durchblutung führt insgesamt zu einer nicht ausreichenden Sauerstoffversorgung aller Gewebe, Gehirn, Herz, Nieren und Muskulatur leiden besonders unter Sauerstoffmangel und funktionieren deswegen nicht mehr optimal. Unsere Ginger bekam nach ihrem ersten leichten Schlaganfall zweimal täglich eine Karsivan E Tablette und zusätzlich Vitamin B, ebenfalls in Form von Tabletten und ihr Zustand besserte sich merklich, sie hatte wieder mehr Lebensfreude und sogar ihr Fell bekam wieder Glanz, sie wurde trotz bösartiger Tumore 14 Jahre alt.

Ein alter Hund braucht genauso viel Liebe und Zuwendung wie ein junger und unsere besondere Rücksicht auf seine altersbedingten Vorlieben und Abneigungen. Für mich völlig unverständlich, wie manche Menschen es fertig bringen, ihren alten Hund ins Tierheim abzuschieben, um sich einen Welpen anzuschaffen. Gerade die alten Hunde rühren mich sehr, denn ich weiss ja, dass ihre Tage bei uns gezählt sind und ich fürchte mich vor dem endgültigen Abschied. Wenn Ihr einem alten Hund einen schönen Lebensabend bescheren wollt, so findet Ihr vielleicht bei den:Grauen Schnauzen einen neuen Freund, es muss ja nicht immer ein Welpe sein, auch die alten Hunde brauchen eine neue Chance und werden es euch danken! Hier könnt ihr umrechnen, wie alt euer Hund in Menschenjahren gezählt ungefähr ist!

Hundealter = Menschenalter Rechner

   

 

 

Und plötzlich sind sie alt.....

Irgendwann in unserem Leben mit Tieren kommt der Tag, an dem wir unausweichlich feststellen müssen, dass unser Tier ALT ist. Lange haben wir versucht, die kleinen Zeichen zu ignorieren, die grauen Härchen um die Nase haben schließlich auch schon ganz junge Hunde… Oder täuscht das Licht?

Doch dann ganz plötzlich, fast wie über Nacht, wachen wir auf aus unserem Traum, dass alles einfach immer so bleibt, wie es ist, sehen ganz deutlich den grauen Schleier, der sich über Fell und Augen gelegt hat. Oder wir werden herausgerissen aus dieser unbeschwerten gemeinsamen Zeit, wenn unser Liebling plötzlich beim Rennen mit den Hinterbeinen wegknickt, langsamer von seiner Decke aufsteht oder auf das Rascheln der Leckerlietüte in der Küche nicht reagiert. Vielleicht werden wir uns auch erst durch den Tierarzt, der uns besorgt beiseite nimmt, der Endlichkeit des Lebens bewusst…

Spätestens dann fangen wir an, unsere Tiere ganz anders anzusehen! Liebevoll streift unser Blick über ihren Körper, wir suchen nach Bestätigungen für ihr Wohlbefinden oder auch nach Anzeichen der Krankheit, die in ihnen tobt. Sorgenvoll beobachten wir jede kleine Veränderung, jede Appetitlosigkeit macht uns Angst. Und während er da so im Garten liegt, möchten wir jeden Sonnenstrahl einladen, die müden Glieder unseres Weggefährten zu erwärmen, das Licht bitten, mit seiner unendlichen Kraft jede Faser des geliebten Körpers zu durchströmen.

Wir wählen die Wege sorgsamer als früher, die Berge weichen kleinen Hügeln. Es sind langsamere Spaziergänge, auf denen wir unseren Gedanken nachhängen – anders als früher-, ruhen unsere Augen sanft auf seinem Körper, prägen sich jede Kleinigkeit, jede Stelle ein, um sie festzuhalten, für die Zeit danach. Jede Zelle unseres Körpers ist so eng mit dem anderen verbunden, verkörpern unser gemeinsames Leben, die vielen Erlebnisse und Erinnerungen… „Immer warst du dabei!“ … und es tut schon fast weh, auch nur daran zu denken, dass der, der da neben uns geht, irgendwann nur noch im Geiste bei uns sein wird.

Wir ertappen uns dabei, dass wir ängstlich nachschauen, wenn er morgens mal nicht erwartungsvoll neben uns steht. Beruhigt stehen wir dann neben seinem Bett und beobachten das entspannte Heben und Senken der Brust eines tief schlafenden Hundes, der in letzter Zeit öfters den Wecker verpasst. Wir geben in jedes Essen, das wir von nun an bereiten, so viel Liebe mit hinein, werden wählerisch, achtsam, möchten all die guten Sachen hineingeben, die den Zeitpunkt in unendliche Ferne rücken könnten…

Immer öfters kommt es vor, dass unser geliebtes Tier mit abwesendem Blick irgendwo in einer anderen Welt zu sein scheint, als ob es schon mal dort drüben auf den grünen Wiesen schnuppert… „Komm, erzähl mir von dort, wo wir uns irgendwann wieder sehen!“ möchten wir sagen. Es braucht keine Worte mehr, wir verständigen uns über lange Blicke, in denen wir tief in den Augen des anderen versinken. Ohne zu zwinkern tauchen wir ein in einen Dialog, der so oft die unausgesprochene Frage enthält: „Was mach ich, wenn du nicht mehr hier bist?“ Und es kommt die Antwort: „Aber ich bin noch hier.“ „Aber du musst irgendwann sterben?!“ Und zurück kommt: „Wir alle müssen irgendwann sterben!“ … So gelassen, dass wir gleichzeitig lachen und heulen könnten.

Wir haben das Gefühl, dass es noch so viel zu sagen gibt und plötzlich kommt die Angst, dass die Zeit nicht reichen wird. Denn der Tod sitzt auf unserer linken Schulter und die Uhr tickt unaufhaltsam weiter, für uns, die wir mit Tieren zusammen leben und diese in der Regel auch überleben werden. Aber auch unsere eigene Uhr tickt unaufhaltsam! Wenn jemand diese unsere Uhr an die Wand hängen würde, genau da hin, wo wir sie immer sehen können, und sie würde von einem statistisch zu erwartenden Lebensalter an rückwärts ticken, dann würden wir jede Sekunde unseres Lebens plötzlich als so wertvoll erachten, wie sie ist. Wir würden nicht so viel Zeit einfach vergeuden, sondern versuchen, jeden Augenblick das Beste draus zu machen… wie unsere Tiere!

Die Zeit mit unseren alten Tieren ist etwas ganz Besonderes! Es ist eine Zeit der Erkenntnisse, die wir durch ihre unendliche Weisheit über uns und über das Leben erfahren! Wir sollten jeden gemeinsamen Tag, jede Stunde genießen, denn heute ist nicht DER Tag, also sind wir einfach dankbar und glücklich über jeden weiteren!

Text: Sylvia Raßloff (Tierkommunikation, Tierpsychologie & Energetik)

 

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